Yade Yasemin Önder: Anti Müller
Lesung Gespräche + Workshops Musik + Sound
„Liebe ist die Illusion, dass die aktuelle Beziehung hält, und die nach ihrem Ende nur durch eine neue Illusion in Form einer neuen Liebe zur Desillusion werden kann.“
Die Sprachkünstlerin Yade Yasemin Önder stellt im FFT ihren zweiten großen Roman vor: Anti Müller ist kein Liebesroman. Es ist eine schonungslose Analyse verkrusteter Strukturen und ihrer sanften Vollstrecker, unter deren lackierten Nägeln noch immer der Schmutz des Patriarchats lauert.
Mit großer poetischer Präzision seziert Yade Önders Erzählerin die Mechanismen moderner Beziehungen sowie eines vermeintlich feministischen Kulturbetriebs, der nach wie vor den Männern die Regie überlässt. Über die Bühnen. Und über die Körper.
Pressestimmen
Von und mit
Yade Yasemin Önders Theaterstück Kartonage wurde 2017 zu den Autor*innentheatertagen Berlin eingeladen und am Wiener Burgtheater uraufgeführt. 2018 erhielt sie den Hauptpreis für Prosa beim open mike. Ihr Debütroman Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron (2022, KiWi) wurde mit dem Debütpreis der lit.COLOGNE und dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist für den ZDFaspekte-Literaturpreis. 2023 erhielt sie das Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds. 2024 erschien der Kollektivroman Wir kommen, dessen Mitautorin sie ist.
Moderation: Emily Grunert (Literaturbüro NRW)