Im Rahmen von Fremder Planet

18.11. – 28.01.2026

Globale ökologische und politische Herausforderungen prägen die Gegenwart, wir erleben eine rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und ein Revival der Raumfahrt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Phänomenen? Und was haben sie mit dem Wiedererstarken autoritärer Regierungsformen zu tun? Die Vorträge der Reihe untersuchen den Wandel des Bildes, das der Mensch von sich selbst und der Welt entwirft – mit Ulrike Haß, Jan Völker und Samo Tomšič.

mehr dazu
Samo Tomšič

Weltlose Freiheit

In Kooperation mit der Kunstakademie Düsseldorf

Vortrag + Gespräch Gespräche + Workshops Soziale / Urbane Bewegung(en)
Mann mit kurzem Haar, dunklem Blazer und Pullover sitzt vor einem Bücherregal und schaut ruhig in die Kamera.

Zwei technologische Errungenschaften des 20. Jahrhunderts markieren die Zerstörung der gemeinsamen Welt: die Atombombe als Emblem der drohenden Apokalypse und der sowjetische Satellit Sputnik, der erstmals die Trennung des Menschen von der Erde andeutete. Während im ersten Fall das Ende der Menschheit durch Verwüstung der Welt thematisiert wird, eröffnet der zweite ein Phantasma schrankenloser Freiheit. Diese Idee prägte den Neoliberalismus, dessen Feindseligkeit gegen Gesellschaft im heutigen Libertarismus der Tech-Oligarchen fortlebt, sichtbar in Plänen zur Weltraumkolonisierung (Musk) oder zu smart cities (Thiel). Während Krieg, Krise und Ressourcenausbeutung eskalieren und die Klimakrise geleugnet wird, zielt ein Teil der globalen Elite darauf, die Zerschlagung der gemeinsamen Welt zur Bedingung absoluter Freiheit zu machen. Umso dringlicher stellt sich die Frage, wie Politik heute einen Sinn für das Gemeinsame neu befördern kann.

Über die Vortragsreihe

Globale ökologische und politische Herausforderungen prägen die Gegenwart, wir erleben eine rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und ein Revival der Raumfahrt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Phänomenen? Und was haben sie mit dem Wiedererstarken autoritärer Regierungsformen zu tun? Die Vorträge der Reihe untersuchen den Wandel des Bildes, das der Mensch von sich selbst und der Welt entwirft – mit Ulrike Haß, Jan Völker und Samo Tomšič.

Von und mit

Samo Tomšič ist Professor für Philosophie/Ästhetik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Zu seinen Schwerpunkten zählen politische Philosophie, Kritische Theorie und Theorie der Psychoanalyse. Er veröffentlichte u.a. The Capitalist Unconscious: Marx and Lacan (London 2015) und The Labour of Enjoyment: Toward a Critique of Libidinal Economy (Berlin 2019).

Marcus Quent ist Juniorprofessor für Philosophie an der Kunstakademie Düsseldorf.

Credits

Die Veranstaltungsreihe Fremder Planet – Weltverhältnis im Umbruch ist eine Kooperation zwischen der Kunstakademie Düsseldorf und dem Forum Freies Theater Düsseldorf.

Konzeption: Marcus Quent.