Im Rahmen von Shift the Vibe

10.09. – 13.09.2026

FFT und tanzhaus nrw laden gemeinsam mit dem Bündnis Internationaler Produktionshäuser zum Festival Claiming Common Spaces ein! Unter dem Motto Shift the Vibe erwarten euch vier Tage voller Performances, Begegnungen, Partys und Gespräche.

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kiana rezvani

Untitled (briefly here bright)

Tanz Tanz
Zwei Personen lehnen auf Holztisch, eine blickt seitlich zum Fenster, eine mit Rücken zur Kamera.

Geprägt vom Leben in einem Moment anhaltender Gewalt und Zerstörung verweilt Untitled (briefly here bright) in Zuständen von Erschöpfung, Zärtlichkeit und angehaltener Zeit. Tanz wird zu einem Brief — erinnernd, behutsam, geduldig und introspektiv — der sich in kleinen Gesten, anhaltender Aufmerksamkeit und im Zuhören entfaltet. Eine Choreografie, die darauf besteht, dem kaum Wahrnehmbaren nahe zu bleiben: ein sich neigender Körper, ein gehaltener Blick, eine Gewichtsverlagerung, eine ferne zitternde Stimme. Präsenz dehnt sich aus. Zeit verdichtet sich. Ohne Auflösung oder Höhepunkt bewohnt Untitled (briefly here bright) die Gegenwart als fragile Verfasstheit. Zärtlichkeit wird zu einer Weise, dem Zusammenbruch zu begegnen, Intimität zu einer Form des Zeug*innenseins. Anstelle von Spektakel sammelt sich im Raum eine Dichte — aus Erinnerung, Trauer und der Arbeit des Weitermachens. Was nach dem Verlust bleibt, ist eine fragile Rückkehr zum Leben, zur Praxis.

Von und mit

Von: kiana rezvani
Mit: jee chan

*kiana rezvani*(geboren im Westiran, lebt in Berlin) ist Künstler*in, Choreograf*in und Forscher*in und entwickelt choreografische sowie performative Formate, die Tanz, Text, Video und Stimme miteinander verbinden. Die künstlerische Praxis kreist um vergessene, unerzählte, verborgene und unterdrückte Geschichten und Narrative. Durch das Verweben persönlicher und kollektiver Erinnerungen sowie das Auffinden spezifischer Parallelen und Überschneidungen schaffen kianas Arbeiten neue Beziehungen und Möglichkeitsräume. Dabei setzen sie sich kritisch mit kolonialen und imperialen Konstruktionen auseinander und eröffnen Räume poetischer Resilienz.

Solo- und Kollaborationsarbeiten von kiana rezvani wurden unter anderem in den Sophiensaelen Berlin, den Uferstudios Berlin, bei PACT Zollverein Essen, im Dock 11 Berlin, in der Schwankhalle Bremen sowie im Theater im Depot Dortmund gezeigt.

Credits

Residenzen: Pact Zollverein, Sophiensaele Berlin, Radialsystem Berlin, workspacebrussels, MDT Stockholm.
Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.