Im Rahmen von Shift the Vibe

10.09. – 13.09.2026

FFT und tanzhaus nrw laden gemeinsam mit dem Bündnis Internationaler Produktionshäuser zum Festival Claiming Common Spaces ein! Unter dem Motto Shift the Vibe erwarten euch vier Tage voller Performances, Begegnungen, Partys und Gespräche.

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Eisa Jocson & Venuri Perera

sweeping sisters

Performative Intervention, Tanz Tanz Theater + Performance
Person liegt auf Boden aus Ziegelsteinen, stützt sich mit Händen ab, Haare in Bewegung, Kehrbesen liegt im Hintergrund.

In einer performativen Intervention bringen zwei Frauen mit Besen zwischen den Beinen die Praxis des Fegens in den öffentlichen Raum. Ausgehend von ihrer Theaterarbeit Magic Maids setzt das Duo Jocson und Perera seine Grenzüberschreitungen fort und fegt spielerisch hinaus in Parks, Straßen und für Claiming Common Spaces in das Foyer des tanzhaus nrw. Dabei machen sie die aufgeladene Bildsprache der Hexe und der migrantischen Hausarbeiterin sichtbar. Beide eng mit dem Besen verbunden. Sweeping Sisters hinterfragt die Unsichtbarkeit von Care-Arbeit und feiert weibliche Solidarität.

Von und mit

Performance, Konzept, Dramaturgie: Eisa Jocson und Venuri Perera

Eisa Jocson ist eine zeitgenössische Choreografin und Tänzerin aus den Philippinen, die eine Ausbildung als bildende Künstlerin absolviert hat und über einen Hintergrund im Ballett verfügt. Sie beleuchtet die Körperpolitik in der Dienstleistungs- und Unterhaltungsbranche aus der einzigartigen sozioökonomischen Perspektive der Philippinen. Sie untersucht, wie sich der Körper bewegt und welche Bedingungen ihn dazu bewegen – sei es soziale Mobilität oder die Abwanderung aus den Philippinen im Rahmen der Arbeitsmigration. In ihren Werken – von Pole Dance über Macho-Tanz bis hin zur Arbeit als Hostess, zur Prinzessin und zum Zoo – ist das Kapital die treibende Kraft der Bewegung, die den gebundenen Körper in räumliche Geografien drängt. Sie ist Preisträgerin des „13 Artists Award“ 2018 des Cultural Centre of the Philippines, Gewinnerin des Hugo Boss Asia Art Award 2019, des SeMa-HANA-Preises 2021 (Seoul MediaCity Biennale) und kürzlich des Tabori International Award 2023 in Deutschland.

Venuri Perera ist eine Choreografin, Performancekünstlerin, Kuratorin und Pädagogin aus Colombo. Indem sie die Machtdynamiken von Sichtbarkeit und Undurchsichtigkeit erforscht, versucht sie, unsere Wahrnehmung des „Anderen“ zu erschüttern. Ihre Solo- und Gemeinschaftsarbeiten setzen sich mit gewalttätigem Nationalismus, Patriarchat, Einwanderung, kolonialem Erbe und Klassenunterschieden auseinander und wurden seit 2008 zu Festivals, Biennalen und Symposien in ganz Europa, Süd- und Ostasien, dem Nahen Osten und Afrika eingeladen. Sie hat eng mit den Choreografen Geumhyung Jeong (SK) (Theatre Spektakel/Monsoon Australia) Natsuko Tezuka (JP) (Kyoto Experiment/SIFA Singapur) zusammengearbeitet. Venuri konzipierte und kuratierte die Projekte der Colombo Dance Platform (2015–2020, Goethe-Institut) und engagiert sich weiterhin für den Aufbau von Unterstützungsnetzwerken für die unabhängige Tanzszene in Sri Lanka. Als Absolventin des DAS Theatre lebt sie derzeit in Amsterdam.

Credits

Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.