Normal – Eine Besichtigung des Wahns
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Krisen überall, Erlösungsfantasien gleich mitgeliefert: Zwischen Verschwörungsmythen, Leistungsdogmen und der Sehnsucht nach Autorität untersuchen Thomas Ebermann, Thorsten Mense und Flo Thamer die Abgründe unserer Gegenwart. Mit polemischer Schärfe, analytischem Witz und satirischer Lust zerlegen sie den Glauben an den „gesunden Menschenverstand“, an Effizienz, Anpassung und die alternativlose Ordnung der Dinge. Ein ebenso wütender wie komischer Abend über den Wahn der Vernunft – und die Normalität der Katastrophe.
Von und mit
Thomas Ebermann ist Autor, Publizist und Dramaturg und hat jahrelang (gemeinsam mit Rainer Trampert) satirische Lesungen veranstaltet und mittlerweile über 50 literarische Stoffe zu szenischen Lesungen verarbeitet. Er ist Autor und Regisseur des Bühnenstücks »Der Firmenhymnenhandel« und Co-Autor von »Der eindimensionale Mensch wird 50«. 2019 bestritt er zwei Abende im Deutschen Schauspielhaus Hamburg unter dem Titel »Thomas Ebermann beleidigt Helmut Schmidt«, bei dem es gar nicht um Helmut Schmidt ging. Für seine Arbeiten wurde Thomas Ebermann im Jahr 2012 vom Auschwitz-Komitee mit dem Hans-Frankenthal-Preis ausgezeichnet.
Thorsten Mense ist freiberuflicher Soziologe, Journalist, Autor und Filmvorführer und schreibt viel, publiziert und hält Vorträge und Workshops zu den Übeln dieser Welt (Deutschland, Nationalismus, Sachsen usw.). Er war lange Zeit Mitglied im Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (FKR) in Leipzig. 2023 erschien sein Buch »Kritik des Nationalismus« (Schmetterling Verlag) in einer überarbeiteten Neuauflage, 2024 hat er zusammen mit Judith Goetz den Sammelband »Rechts, wo die Mitte ist. Die AfD und die Modernisierung des Rechtsextremismus« (Unrast Verlag) herausgegeben.
Irgendwann bekam er einmal den Alternativen Medienpreis verliehen. Er hat immer noch nicht viel Ahnung von Theater, gibt sich aber Mühe.
Florian Thamer ist Theaterwissenschaftler, Theatermacher und Musiker und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin, ist Mitbegründer der freien Theatergruppe EGfKA – die sich an der Schnittstelle von Theater, Theorieproduktion und politischem Aktivismus verortet – und experimentiert mit dem offenen Session-Kollektiv Flimm an hybriden Verschmelzungen analoger und digitaler Klangerzeugung. Dazu arbeitet er in verschiedenen freien Theater-Kontexten als Sound- und Videokünstler.
Credits
In Kooperation mit I. Furiosi