Im Rahmen von 5 Jahre KAP 1

06.11. – 07.11.2026

Fünf Jahre nach seiner Eröffnung ist das KAP1 aus der Düsseldorfer Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Drei unterschiedliche Einrichtungen – die Zentralbibliothek, das Literaturbüro NRW, das FFT Düsseldorf – bilden hier eine lebendige (Wohn-)Gemeinschaft, die täglich die unterschiedlichsten Menschen anzieht. Das möchten wir feiern! Wir laden herzlich ein zu einem zweitägigen Jubiläums-Programm!

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Elisa Künast

ich vermisse sie halt schon

oder die ostdeutsche fassung bewahren

Performance Theater + Performance
Theateraufführung: Eine Schauspielerin steht neben einem gedeckten Tisch auf der Bühne, umgeben von Stühlen und Requisiten.

Die Wende. Klingt wie ein Neuanfang. Doch was ist, wenn sie gar kein Anfang war, sondern eine Trennung, ein Riss? Inspiriert von Interviews mit Frauen, die in Ostdeutschland aufgewachsen sind, inszeniert Elisa Künast eine Performance über Brüche und Verluste, Verarbeitung und Neubeginn. Auf der Bühne begegnen die Zuschauer*innen einer Frau, die ihren Hausstand für den Umzug in den Westen vorbereitet. Gleich soll der Umzugswagen kommen. Was muss mit, wovon soll sie sich trennen? Elisa Künast wurde für Ich vermisse sie halt schon… mit dem Preis des Körber Studio Junge Regie 2026 ausgezeichnet.

Aus der Jury-Begründung: „Während das Publikum der Performerin Anna Stiede dabei hilft , die Objekte ihrer Erinnerung an die DDR zu sortieren und in Umzugskisten zu packen, transformiert sich der gesamte Bühnenraum in ein Wimmelbild des kollektiven Abschieds. Ein Abend von großer Leichtigkeit, den man als gewandelte Gemeinschaft verlässt.“

Von und mit

Regie: Elisa Künast
Performance: Anna Stiede
Dramaturgie / Text: Hannah Siecksmeier
Bühne: Lena Reichl
Design: Florian Illing
Licht: Gil Hoz-Klemme

Danke an Beate Gallus, Monika Gysel, Franziska Haug und Jonas Haug von DiasporaOst, Conny Künast, Ute Künast, Ingrid Miethe, Friederike Thielmann und Danke an das Theaterhaus Jena und Katja Neumann für die Ausleihe von Requisiten.

Elisa Künast *1998 in Jena, aufgewachsen zwischen den Brüchen von Ost- und Westdeutschland, trägt Erfahrungen einer Nachwendegeneration in sich. Ihre Arbeiten entstehen in ko-kreativen Prozessen im Austausch mit Betroffenen. Im Zentrum steht die Frage, wie weiblich gelesene Körper von Systemen geprägt werden und welche Spuren bleiben. Ihre Inszenierungen waren zuletzt u. a. am Saarländischen Staatstheater, am Mousonturm und beim Plug&Play Festival in Mainz zu sehen. Sie ist seit 2023 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Credits

Gefördert durch die Hessische Theaterakademie, in Kooperation mit dem Studiengang Regie an der HfMDK Frankfurt am Main und dem Künstler*innenhaus Mousonturm.