Gendergaga
Die große identitätspolitische Propagandaschau
Performance Soziale / Urbane Bewegung(en) Theater + Performance
Gender-Gaga ist ein rechter Kampfbegriff und der Titel einer als Ratgeberliteratur daherkommenden Publikation von Birgit Kelle aus dem Jahr 2020. Im Werbetext zum Buch heißt es: „Selten hatte eine Ideologie mit Weltverbesserungsanspruch einen derart großen Unterhaltungsfaktor. Und deswegen hat Gender Mainstreaming es verdient, als das betrachtet zu werden, was es ist: eine große Satireshow. Bühne frei!“
Die RuhrgebietsSpatzen nehmen die Werbetexter*innen beim Wort und erobern den Begriff in einer glamourösen Unterhaltungsrevue: GenderGaGa. Dabei feiern sie das subversive Potentiale des deutschsprachigen Schlagers. Denn sang nicht schon Claire Waldoff 1926 „Raus mit den Männern ausm Reichstag“ und öffnete damit den „Amazonen“ Tür und Tor? Von Waldoff bis Giorgia Meloni, mit Zarah Leander und Alice Weidel, über Marine Le Pen bis zurück zu Marlene Dietrich – die schillernden Show-Hosts Pani Kostka und Mercedes Tuccini nehmen ihr Publikum mit in eine Welt zwischen Politik, Propaganda und Night Life.
Von und mit
Künstlerische Leitung, Performance: Julia Nitschke (Pani Kostka), Jonas Leifert (Mercedes Tuccini)
Öffentlichkeitsarbeit, Projektassistenz und Visual-Content: Monse Guiot Casares
Kostüm, Bühnenbild: Theresa Mielich, Laser Kreis
Burlesque Training: Burlesque Cologne
Grafik: Desiree Kabis
Die RuhrgebietsSpatzen sind Pani Kostka und Mercedes Tuccini. Das glamouröse Unterhaltungsduo aus dem Ruhrgebiet. Ihre Herzen schlagen Schlager!
Mercedes Tuccini initiiert und kuratiert als Jonas Leifert künstlerische Projekte, die aktuelle gesellschaftliche Themen aus der Perspektive des Ruhrgebietes historisch aufgreifen. Neben der Unterhaltungskultur des Reviers um 1900 interessiert er sich aktuell insbesondere für die Umwelt- und Gesundheitsbewegung in den 1970er Jahren.
Pani Kostka, auch bekannt als Julia Nitschke, arbeitet als Performancekünstlerin, Kuratorin und Autorin, mit Fokus auf politisches Erinnern in queer-feministischen und familiären Post-Ost-Kontexten. Sie arbeitet mit Grupa Mauczka an künstlerischen Projekten zur Migrationsgeschichte Polens und hinterfragt mit absurden Performances deutsche Erinnerungspolitik.
Credits
west off 2025 – Theaternetzwerk Rheinland wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Kulturämter der Städte Bonn, Düsseldorf und Köln.
Gefördert durch den Diversitätsfonds NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Eine Produktion der RuhrgebietsSpatzen in Koproduktion mit dem Theater im Depot und dem Ringlokschuppen Ruhr.