Im Rahmen von Game Space – Space Game

01.09. – 17.12.2025

Game Space – Space Game ist ein Projekt an den Schnittstellen von Game-Entwicklung und interaktiver Performance, kultureller Bildung und Co-Kreation mit Kindern. Das Ziel ist die Entwicklung neuer medienkünstlerischer Tools und Strategien in der Arbeit mit einer jungen Zielgruppe in Theater und kultureller Bildung.

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Game Space – Space Game

Game, Impulse und Gespräche für alle ab 8 Jahren Digitale Kultur Junges FFT
Zwei Kinder betrachten gemeinsam einen Würfel mit Bildfläche, im Hintergrund gelbes Muster mit grafischen Symbolen.

Wir spielen, um herauszufinden, wie die Welt funktioniert – und manchmal, um sie neu zu erfinden. Die Bedingungen des Spielens und Navigierens in digitalen Welten sind Gegenstand ständiger kultureller Verhandlungen. So inspiriert Gaming in der Schule oder dem Theater, neue interaktive Dramaturgien in hybriden Räumen.
Immer öfter treffen wir in diesem Zusammenhang auf technische Systeme, die nicht mehr nur Kulisse oder Werkzeug sind, sondern selbst agieren und uns im Spiel begleiten, ergänzen, herausfordern. Mit den Entwicklungen im Bereich (generativer) Künstlicher Intelligenz tritt jetzt ein neuer Akteur in diese Räume, der die Beziehungen zwischen Spielenden, Technologien und kulturellen Praktiken neu ordnet.
Wie verändert KI also die Bedingungen des Spielens? Und wie lassen sich ausgehend von den FFT Cubes neue Formen der Interaktion und Begegnung mit KI im Theater und in der Bildung denken?
Um diesen Fragen nachzugehen, initiierte das FFT Düsseldorf 2025 das Projekt Game Space – Space Game. An den Schnittstellen von Game-Entwicklung, interaktiver Performance, kultureller Bildung und Co-Kreation mit Kindern entstand ein mehrmonatiges Labor, in dem sich Künstler*innen, Entwickler*innen, Pädagog*innen und Kinder kollaborativ forschend begegneten. Im Zentrum standen die FFT Cubes: neun interaktive, bewegliche Objekte, die physische und digitale Spielräume miteinander verbinden und als hybride Interfaces Körper, Bewegung und Code verschränken. Die Cubes wurden zu Erkundungsflächen und zu Kontaktzonen für die Frage, wie sich Begegnungen zwischen Mensch, Maschine und Raum gestalten lassen.

Partner*innen sind das Studio für Game Design Three More Years und die Forschungskooperation AI4ArtsEducation des Arbeitsbereichs Kunst und Kunsttheorie an der Universität zu Köln und des Instituts für Kunst an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Three More Years entwickelte auf Basis der Cubes ein spielerisches Abenteuer für Kinder ab acht Jahren. Vierzehn Kinder begaben sich in den Herbstferien 2025 auf eine Weltraummission und testeten, begleitet von den Theater- und Medienpädagoginnen Ola Respondek und Sarah Kirsch, die Interaktionen, erzählten eigene Szenarien weiter und erprobten spielerisch, wie die Cubes auf Bewegung, Nähe, Stimme oder Reaktion reagieren. Das Labor wurde zum Möglichkeitsraum, in dem neue spielerische Dramaturgien entstehen konnten. Die Forschungskooperation AI4ArtsEducation näherte sich den Cubes aus einer theoretischen Perspektive: Als „alien subject“ (Parisi 2019) wurde generative KI nicht als menschenähnliches Gegenüber, sondern als fremdes, nicht-anthropomorphes Subjekt verstanden. Im Workshop „Alien Objects und Künstliche Intelligenz – Materialitäten der Begegnung gestalten“ untersuchte ein interdisziplinäres Team aus Kunstpädagogik, Bildungs- und Medientheorie, Theatervermittlung, und Creative Technology das Potenzial der Cubes, materielle, vermittelnde Container für (generative) KI zu sein. Gemeinsam entwickelten sie spekulative Add-ons und Zusatzkomponenten, die neue Zugänge zu ästhetischen, ethischen und relationalen Fragen der KI eröffnen, jenseits einfacher Mensch-Maschine-Fiktionen.

Zum Abschluss geben wir Einblicke in die Bestandteile des Projekts. Ihr könnt die Cubes ausprobieren, die Forschungsergebnisse von AI4ArtsEducation erkunden und das druckfrische Doku-Zine zum Projekt mit nach Hause nehmen. Wir erhalten eine Antwort auf die Frage, wie Mensch und Maschine gemeinsam musizieren können und die Performance Love Work Machine lädt zum Blinddate mit einer KI.

PROGRAMM

16:00 Begrüßung und Gespräch der Projektpartner*innen: FFT, AI4ArtsEducation Three More Years

17:00 Kurz-Workshop mit den FFT Cubes
Parallel: Erkundung des Research Tables der Forschungskooperation AI4ArtsEducation

17:30 Musik von Kathira

18:00 Vorstellung Love Work Machine

Kompliz*innen

Von und mit

für Three More Years:
Friedrich Kirschner, Leonie Hanna Kopineck, Vero Róza Risnovska, Friedel Hänsel, Jonas Olbrich

Credits

In Zusammenarbeit mit dem Studio für Game Design Three More Years und der Forschungskooperation „AI4ArtsEducation“ des Arbeitsbereichs Kunst und Kunsttheorie an der Universität zu Köln, und dem Institut für Kunst an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Game Space – Space Game wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Medienkunstfonds.