Die Kunst der Gemeinschaft
Künstlerische Begegnungsformate Gespräche + Workshops Soziale / Urbane Bewegung(en)
Das Bündnis internationaler Produktionshäuser hat sich in den vergangenen zehn Jahren nicht nur auf die internationalen Performing Arts spezialisiert, sondern auch auf künstlerische Strategien vor Ort. In urbanen Nachbarschaften, lokalen Netzwerken und in Zusammenarbeit mit sich selbst ermächtigenden Communities entsteht eine vielfältige, virale Kunst der Gemeinschaft. Beim Festival Claiming Common Spaces in Düsseldorf laden Akteur*innen des Bündnisses und ihre Partner*innen das Publikum zur Begegnung ein:
Migrantpolitan auf dem Kampnagel-Gelände in Hamburg ist ein Aktionsraum, in dem sich diasporische und lokale Künstler*innen in einen Austauschprozess begeben, gemeinsam transkulturelle Strategien entwickeln und neue ästhetische Praxen ausprobieren.
Die Migrantpolitan-Initiative Hools of Fashion eröffnet einen Secret Shop im FFT Foyer: Street-Couture mit politischem Anspruch und einer Prise Anarchie.
Die Frauen des Arabischen Thementischs aus Berlin-Kreuzberg präsentieren ihren Film Durch unsere Augen. Darin erzählen sie ihre eigenen Geschichten – als Autorinnen, Regisseurinnen und Gestalterinnen von Bild und Ton.
Beim Konrad-Lunch auf dem Vorplatz des FFT tauschen wir uns mit Akteur*innen des Stadtteil-Lunches in der WerkStadt in Essen Katernberg aus.
Bei Dance like nobody’s watching – remixed im tanzhaus-Foyer laden blinde und sehbehinderte Künstler*innen zum gemeinsamen Tanzen ein.
Eine gemütliche Auszeit mit nachbarschaftlichen Begegnungen und kollegialen Gesprächen. Das ist die Idee des Stadtteil-Lunchs, wie er in der WerkStadt in Essen Katernberg stattfindet. Die Akteur*innen bringen den Spirit des Lunchs mit auf den KAP1-Vorplatz, wo das FFT in unregelmäßigen Abständen zum Konrad-Lunch einlädt. Gemeinsam laden wir zum Mittagessen mit der Gelegenheit, weitere Bewohner*innen und Akteur*innen des Viertels kennenzulernen, über Gemeinsamkeiten und Herausforderungen ins Gespräch zu kommen. In einem anschließenden Gespräch kann das Konzept des Arbeitskreises Kunst und Soziales in Essen-Katernberg kennengelernt werden.
„Hools of Fashion“ ist ein Modekollektiv und Teil des Aktionsraums Migrantpolitan auf Kampnagel im Hamburg. Das Underground-Label agiert an der Schnittstelle von Street Couture, Community-Aktivismus und „Glampowerment“. Im Secret Shop könnt ihr die Statement-Pieces der Hools shoppen oder eure eigenen Teile veredeln lassen. Ihr seid selbst DIY-Fashionistas? Dann bringt eure Arbeit mit und lasst euch inspirieren!
Das Migrantpolitan auf dem Kampnagel-Gelände in Hamburg ist ein Aktionsraum, in dem sich diasporische und lokale Künstler*innen in einen Austauschprozess begeben, gemeinsam transkulturelle Strategien entwickeln und neue ästhetische Praxen ausprobieren. Dieser Mikrokosmos ist ein Labor für solidarische Zusammenarbeit, in dem neue Ideen entstehen, kulturelle Selbstbestimmung ihren Platz hat und eine Prise Anarchie zum festen Bestandteil gehört.
Eine Gruppe von Frauen aus Kreuzberg gewährt Einblicke in ihren Alltag im Herzen Berlins. Gemeinsam mit der Filmemacherin Therese Koppe haben sie filmische Techniken kennengelernt. In “Durch unsere Augen” erzählen sie ihre eigenen Geschichten – als Autorinnen, Regisseurinnen und Gestalterinnen von Bild und Ton. Seit vielen Jahren gibt es eine enge Verbindung zwischen den Frauen des Arabischen Thementischs am Kreuzberger Mehringplatz und dem HAU Hebbel am Ufer. Dort feierte der Film 2024 seine Premiere. Im Anschluss an den Film kommen wir mit den Macherinnen ins Gespräch.
Deutsch und Arabisch mit deutschen Untertiteln
Konzept und Idee Film: Therese Koppe, Wafaa Khattab
Künstlerische Leitung: Therese Koppe
Von und mit: Asmaa Abu Liel, Ranja Kayed, Maysa El-Fares, Ruba Abdelfatah, Yamama El-Khaled, Najwa Koussa, Sabah El-Ahmad, Nadia Abdul Al, Ahlam Abdul Al
Künstlerische Mitarbeit und Dokumentation: Luis Miguel Benavides und Nina Szkolka (tesserae)
Dramaturgie: Stella Konstantinou
Prozessbegleitung und Vernetzung: Wafaa Khattab (Quartiersmanagement Mehringplatz), Lea Hartung (Zentral- und Landesbibliothek Berlin) und Stella Konstantinou (HAU to connect) Filmmusik: Nabil Arbaain
Kulturförderung Berlin-Neukölln und Berlin Mondiale
Das tanzhaus nrw öffnet samstags regelmäßig das Foyer von 15:00–18:00 für alle, die einfach mal richtig abtanzen möchten – jenseits von Konsum und Selbstoptimierung. Denn Tanzen macht glücklich, bringt Menschen zusammen und lässt uns den Alltag vergessen.
In der Septemberausgabe von “Dance like nobody`s watching” lädt die Community of Reception – eine Gruppe von blinden, sehbehinderten und sehenden Künstler*innen, die seit 2023 am tanzhaus nrw zusammenarbeitet – zu einem Remix des bekannten Formats ein. So wird etwas, das schon jetzt cool ist, in den eigenen Kosmos übertragen und für noch mehr Menschen zugänglich.
Die Community of Reception trifft sich am tanzhaus nrw für Workshops, Theaterbesuche und um gemeinsam neue Formen kreativer Audiodeskription und ästhetischer Barrierefreiheit auszuprobieren. In der remixten Version von “Dance like nobody`s watching” kommen eine DJ- und eine MC-Person aus NRW mit der Community zusammen und befragen Club- und Partykultur danach, wie sie für Menschen jeglichen Sehvermögens gut funktionieren kann. Die spoken-word-Expertise von MCs – Masters of Ceremonies, die Partys hosten, moderieren oder rappen – verbindet sich mit kreativer Audiodeskription. So entstehen Experimente für eine Tanzfläche, die ohne visuelle Orientierung einladend ist. “Dance like nobody’s watching – remixed” probiert die Tricks und Kniffe aus, die bei dieser Recherche entstanden sind.
Kommt vorbei! Tanzt und genießt. Zu euren Bedingungen.
Das Labor für kreative Audiodeskription wird 2026 vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Von und mit
Hools of Fashion (Hamburg)
Durch unsere Augen (Berlin)
Konrad-Lunch (Düsseldorf)
WerkStadt (Essen)
Labor für kreative Audiodeskription – Community of Reception von Fia/Sophia Neises und Zwoisy Mears-Clarke (Düsseldorf)
Credits
Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.




