Schwankende Planken und rollende Podeste
Workshop + Diskussion Gespräche + Workshops Soziale / Urbane Bewegung(en)
Auf ihrer imaginären Reise, mit dem Ziel ökologische Themen wieder in den – künstlerischen – Fokus zu bringen, untersucht die Argonause ihren Heimathafen: das Theater und im Besonderen die Ausstattung – also das, was Bühnenbild und Kostüme ausmacht.
Die international arbeitende Künstlerin und Szenografin Doris Dziersk befragt Materialien und die Ideen dahinter. In einem für alle offenen Workshop und einer Diskussion mit Gäst*innen geht es darum, welchen Anteil Bühnenbilder an der Klimabilanz von Theatern haben. Wie effizient müssen sie gestaltet sein? Müssen Bühnenbildner*innen ständig alles neu erfinden und Gestaltetes wegwerfen, um ihre künstlerische Handschrift erfolgreich zu vermarkten? Welche Möglichkeiten stecken in dem, was an vielen Veranstaltungsorten vorhanden ist, wie zum Beispiel normierten Podest-Systemen? Was tun, wenn das unökologische Material das ästhetisch Schönere, Komplexere, künstlerisch Passendere ist? Jeder Raum bringt eine Vielzahl von Qualitäten und Informationen mit. Wie können diese genutzt und wirkungsvoll eingesetzt werden?
Mit Lena Hinckel, der Gründerin der Schnittstelle Kunst, Lucca Meinke, Projektmanagerin von Circular.Culture, einem brandneuen dreijährigen Projekt zur Kreislaufwirtschaft in der Kunst vom NRW Kultursekretariat und Frieda Feld, die ökologisch die Wolle der Schafe der Rheinwiesen vertreibt und dafür den Zukunftspreis 2025 gewann, und allen Teilnehmenden wollen wir über Materialien und welche Skills es braucht, sie nachhaltig einzusetzen, sprechen.
Kompliz*innen
Von und mit
Doris Dziersk ist eine bildende Künstlerin und Szenografin basiert in Leipzig. Sie entwarf Bühnenbilder und Installationen u.a. für Meg Stuart, Moriah Evans, Matthaei & Konsorten, Enrico Stolzenburg, Peter Kastenmüller, Gesine Danckwart, Doublelucky und erhielt 2012 einen New York Bessie Award. Neben dem performativen Kontext entwickelt sie Raumkonzepte für temporäre Zusammenkünfte wie „The New Infinity“ (Berliner Festspiele) und den Tanzkongress 2019. In ihren Installationen wie AIRNSHARE nutzt sie räumliche, haptische und erlebnisbasierte Ansätze für die Räume und Materialien, mit denen sie arbeitet. Die Möglichkeiten, Übersehenes und Unterschätztes durch Live-Transformationen zu entfalten, gehört ebenso zu ihrer Praxis wie das Hervorheben und Verschieben von Kontexten, um eine Vielzahl von Perspektiven für Partizipierende und Publikum zu schaffen.
Circular.Culture ist ein dreijähriges Projekt mit dem Ziel den Übergang zur Kreislaufwirtschaft, und damit einem ressourcenschonenden Umlauf von Material, innerhalb der Kunst- und Kulturszene NRWs voranzutreiben
Gefördert im Rahmen des EFRE-Programms Circular Economy – CircularCities.NRW vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und kofinanziert von der Europäischen Union.
Credits
Die Argonause wird gefördert im Programm Fonds Zero der Kulturstiftung des Bundes durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
