Funkelfeuer
Argonause meets Kunstakademie
Performance Gespräche + Workshops Soziale / Urbane Bewegung(en)
Dunkelzeit nennt man in der Nautik die Phase, in der das Leuchtfeuer eine wiederkehrende Pause macht. Ist das Licht kürzer als die Dunkelzeit, mit der es sich abwechselt, spricht man von Funkelfeuer. Im dunkelsten Monat des Jahres verwandeln Chez Company gemeinsam mit Studierenden der Kunstakademie nautische Fachbegriffe in poetische Spielanweisungen und initiieren künstlerische Interaktionen am Rhein.
Ausgestellte Arbeiten von Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf
von Aljoscha Baßenhoff & Silja Wendt
Der Wandel gegenwärtiger Bedingungen für unser Zusammenleben wird immer deutlicher spürbar. Wohlstand, Fortschritt und Sicherheit werden mehr und mehr von Umbruch und Kontrollverlust abgelöst. Aljoscha Baßenhoff & Silja Wendt laden euch ein, Nachrichten an jene zu schreiben, die es eines Tages vielleicht besser zu gestalten wissen. Für eure Botschaften haben sie Papier aus recycelten Flusskreuzfahrtskatalogen hergestellt. Auch plastikfreie Kunststoffflaschen aus organischem Material stehen bereit für eine Flaschenpost an die Nachwelt.
von Magdalena Netta
Magdalena Netta sammelt am linksrheinischen Ufer Corbicula-Muschelschalen, deren lokales Auftreten auf Schifffahrt und menschliche, globale Infrastruktur zurückgeht. Sie projiziert am rechtsrheinischen Brückenpfeiler eine Live-Aufnahme ihres achtsamen Sammelns. Mit dem Projektionsort kommuniziert sie über den Rhein hinweg mit Taschenlampen.
Performerinnen: Mira Posingies, Anna Orlinski, Magdalena Netta
Video: Till Bödeker, Magdalena Netta
von Anna Henn
Die Arbeit von Anna Henn erforscht den Rhein als emotionalen Erinnerungsraum. Ausgangspunkt sind persönliche Videoaufnahmen, die über viele Jahre entlang des Flusses entstanden sind. Diese Sammlung privater Bilder verdichtet sich zu einem Archiv gelebter Zeit, das sowohl individuelle Erfahrungen als auch kollektive Nostalgie aktiviert.
von Sumin Shin
Indem Sumin Shin in dieser Performance auf Schlittschuhen läuft und dabei die Hilfe der Zuschauer*innen in Anspruch nimmt, möchte sie an die durch die globale Erwärmung veränderte und verlorengehende winterliche Landschaft des Rheins erinnern. Zugleich will sie die Beziehung sowie die Wechselwirkungen zwischen dem Fluss und den Menschen ins Bewusstsein rufen.
Kompliz*innen
Von und mit
Kooperationsprojekt von Annette Hasselbeck und Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf
mit Doris Dziersk
Credits
Die Argonause wird gefördert im Programm Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

